Hüfte

Die Sportklinik ist ein Zentrum für arthroskopische Chirurgie. In den letzten Jahren hat auch am Hüftgelenk die Arthroskopie große Fortschritte gemacht, und gehört heute zu den etablierten Standardverfahren der Klinik.
Bitte informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten und Grenzen der minimal-invasiven Hüftchirurgie.

Bestandteil des Leistungsspektrum ist ebenso die Hüftprothetik. Informieren Sie sich über die Hintergründe und Möglichkeiten der Hüftprothetik im folgenden Text ausführlicher. 

Stand: Mai 2011

Hüftarthroskopie - minimal-invasive Diagnostik und Therapie von Hüftleiden

Die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) ist im Bereich vieler Gelenke, zum Beispiel das Knie- und Schultergelenk, seit vielen Jahren Teil der orthopädischen Standardoperationen. Das Hüftgelenk ist aufgrund der speziellen anatomischen Form im Gegensatz zum Knie- und Schultergelenk jedoch wesentlich schwieriger zugängig. Durch technische Entwicklung der letzten Jahre ist die Spiegelung des Hüftgelenkes in spezialisierten Kliniken ein Teil des Behandlungskonzeptes. Wir wenden dieses Verfahren seit Jahren routinemäßig an.

Stand: Juli 2010

Wann ist eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) des Hüftgelenkes indiziert?

Ziel einer Gelenkspiegelung des Hüftgelenkes ist es, durch minimal-invasive OP-Technik Erkrankungen des Hüftgelenkes zu diagnostizieren und zu therapieren. Eine Hüftgelenksspiegelung kann bei folgenden Erkrankungen eingesetzt werden:

  • Störungen des Kopf- Schenkelhalsübergangs oder des Pfannenrandes (Femoroacetabuläres Impingement)
  • Läsion der Hüftgelenkslippe sog. Labrumläsion

  • Knorpelverletzungen

  • Freie Gelenkkörper

  • Erkrankungen der Gelenkschleimhaut (z.B. Synovitis)

 

Für eine genaue Diagnostik Ihrer Hüfterkrankung und Stellung einer möglichen OP-Indikation beraten wir Sie gerne ausführlich in unserer Hüftsprechstunde. Nachfolgend ist exemplarisch ein typischer Ablauf des Krankenhausaufenthaltes bei einer Hüftgelenksspiegelung dargestellt.

In der Regel beträgt der stationäre Aufenthalt etwa 3-5 Tage. Das erste Aufstehen erfolgt meist noch am OP-Tag. Die Dauer der Teilbelastung an Unterarmgehstützen ist abhängig vom Ausmaß der Knochenentfernung am Schenkelhals bzw. vom Ausmaß einer Knorpeltherapie und liegt zwischen 2 und 6 Wochen, gefolgt von einem Belastungsaufbau. Alle anderen operativen Verfahren können nach gesicherter Wundheilung, ca. 2 Wochen, voll belasten. Eine intensive physiotherapeutische Behandlung (Krankengymnastik) ist nach der Operation erforderlich.

Stand: Juli 2010

Hüft-Prothetik

Das Hüftgelenk ist das Verbindungsglied zwischen dem Oberschenkel und dem Rumpf (Becken) und ist somit neben dem Kniegelenk das zentrale Element in unserem Bewegungsablauf.

Verschiedene Ursachen können zu einer Zerstörung dieses Gelenkes führen wie die rheumatoide Arthritis, die anlagebedingte Hüftgelenksdysplasie oder auch unfallbedingte Verletzungen (Arbeitsunfälle, Verkehrsunfälle, Sportverletzungen, Stürze). Die häufigste Ursache ist jedoch der altersbedingte Gelenkverschleiß (Arthrose).

Mit etwa 180.000 künstlichen Hüftgelenken pro Jahr in Deutschland ist die Hüfte das Gelenk, bei dem am häufigsten ein Kunstgelenk implantiert wird. Die Hüftendoprothetik ist somit ein Routineeingriff im Rahmen der Gelenkchirurgie.

Das künstliche Hüftgelenk besteht aus drei Anteilen. Mit der Hüftpfanne wird der zerstörte Gelenkanteil im Becken versorgt. Im Oberschenkelknochen wird der Hüftschaft eingebracht, auf welchen der kugelförmige Kopf befestigt wird, welcher die gelenkige Verbindung zur Hüftpfanne darstellt.

Die Fixierung von Hüftpfanne und Hüftschaft kann jeweils zementfrei oder zementiert erfolgen.

Beim Hüftkopf und bei der Hüftpfanne können verschiedene Materialien zur Anwendung kommen. Hierbei handelt es sich um die Materialen Keramik, Metall und Polyethylen. Man spricht von der sogenannten Gleitpaarung, wobei das Interesse hauptsächlich dem Abriebverhalten im Verlaufe der Jahre gilt.

Sowohl die zementierte als auch die zementfreie Verankerung sowie das Thema der Gleitpaarung muss mit dem Patienten besprochen werden, um die individuellen Einflussfaktoren möglichst optimal zu berücksichtigen.

Grundsätzlich ist der Gelenkersatz ein Eingriff des eher höheren Lebensalters. Zunehmend sind jedoch auch jüngere Patienten davon betroffen. Dies hat Einfluss auf die Auswahl des Prothesentyps. Als knochensparende Prothesen stehen hier der Oberflächenersatz und die in unserem Hause angebotene Kurzschaftprothese zur Verfügung. Sie ermöglichen es, beim Verschleiß oder der Lockerung der Prothese Jahre später die sogenannte Standardprothese zu implantieren. Der Standardeingriff beim Hüftgelenksersatz ist die sogenannte Hüftgelenkstotalendoprothese. Auch bei ihrer Abnutzung oder Lockerung stehen dem Operateur Hüftprothesensysteme zur Verfügung um Wechseloperationen auch mit Knochendefekten zu versorgen.

Der eigentliche operative Eingriff dauert zwischen 1 – 2 Stunden. Grundsätzlich ist die Operation in Vollnarkose oder in Teilnarkose möglich. Die Sportklinik nimmt Teil am extern, vergleichenden Qualitätssicherungsprogramm der GeQiK teil.

Die Nachbehandlung beginnt bereits während des stationären Aufenthaltes durch die physiotherapeutische Abteilung. Der Patient erlernt das sichere Gehen an Unterarmgehstützen und wird auf die anschließende Reha-Maßnahme optimal vorbereitet. Nach einem stationären Aufenthalt von 7 – 12 Tagen schließt sich die Anschluss-Rehabilitation an. Hierbei wird der Patient durch unsere Sozialberatung unterstützt. Nach erfolgreicher Implantation ist es möglich, schmerzfrei wieder am Alltag teilzunehmen. Auch ausgewählte sportliche Belastungen sind wieder möglich. Welche sportlichen Aktivitäten hierzu in Frage kommen, werden wir Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch erläutern. Wir empfehlen regelmäßige Nachkontrolle der einliegenden Prothese, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Die Funktionsdauer eine Prothese ist individuell unterschiedlich. Die Nachuntersuchungen zeigen, dass nach einem Zeitraum von 15 Jahren noch weit über 90 % der Prothesen gut funktionsfähig sind.

Stand: Mai 2011

News

MRT Kurse 2012

Wir möchten Sie schon jetzt auf die neuen MRT-Kurstermine im Jahr 2012 hinweisen.

Qualitätspreis TK-Klinikus an Sportklinik Stuttgart verliehen

In allen fünf Qualitätsdimensionen hat die Sportklinik Stuttgart überdurchschnittliche Ergebnisse...

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