EndoProthetikZentrum Sportklinik Stuttgart

Leiter und Hauptoperateur

Prof. Dr. med. habil. Johannes Beckmann

Chefarzt Department Endoprothetik Untere Extremität / Fußchirurgie

Facharzt für Orthopädie, spezielle orthopädische Chirurgie Rheumatologie, Sportmedizin, Chirotherapie
+49 (0) 711 5535-110
Sekr. Fr. Priemer/Fr. Heber
+49 (0) 711 5535-498
beckmann-mauch@sportklinik-stuttgart.de

Hauptoperateur

Patrick Burkhardt

Oberarzt

+49 (0) 711 5535-466
+49 (0) 711 5535-112



Der Einsatz eines künstlichen Knie- und Hüftgelenks (Endoprothese) in Knie und Hüfte zählt zu den häufigsten Operationen in Deutschland.

Für eine erfolgreiche Endoprothesen-Operation gibt es zahlreiche verantwortliche Faktoren. Wesentliche Faktoren dabei sind u.a. die langjährige Erfahrung des Operateurs sowie die interdisziplinäre (fachübergreifende) Organisation Ihrer Behandlung. Dies belegen auch aktuelle wissenschaftliche Studien.

Um die Patientensicherheit und die Versorgungsqualität immer weiter zu verbessern, hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie die Zertifizierung von sogenannten Endoprothetik Zentren (EPZ) ins Leben gerufen. Zertifizieren lassen können sich alle Einrichtungen, die sich vorrangig mit dem Gelenkersatz beschäftigen und einen definierten Anforderungskatalog erfüllen.

Weil wir für Sie die bestmöglichste Behandlung möchten, haben wir uns aufgrund unser langjährigen Erfahrungen im Bereich der Endoprothetik für die Zertifizierung zum EndoProthetikZentrum (EPZ) entschieden und sind 2016 erfolgreich zertifiziert worden.

Vorteile für Ihre Behandlung

Ihre Vorteile unserer Zertifizierung zum EndoProthetikZentrum

  • hohe Patientensicherheit
  • standardisierte Abläufe vom Sprechstundentermin bis zur Nachsorge
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern
  • Hauptoperateure, die nachgewiesen über eine hohe Erfahrung im Bereich der endoprothetischen Versorgung verfügen
  • ständige Weiterbildung der Hauptoperateure
  • Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Durchführung endoprothetischer Eingriffe
  • jährliche Überprüfung des Qualitätsstandards durch unabhängige Stelle im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens
  • Beteiligung der Klinik am Endoprothesenregister

Arthrose

Die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt ist Arthrose. Sie ist eine durch Knorpelverschleiß bedingte schmerzhafte Gelenkerkrankung, schreitet immer voran und ist eine Erkrankung, die jährlich Millionen Menschen weltweit betrifft. Verschiedene Ursachen können zu einer Zerstörung dieses Gelenkes führen: Altersabnützung, Beinachsabweichungen, Vererbung, (Fehl-) Belastung, Verletzungen, rheumatiode Arthritis, Stoffwechselerkrankungen, Körpergewicht, Ernährung u. a. Die häufigste Ursache ist der altersbedingte Gelenkverschleiß. Wenn konservative und gelenkerhaltende Maßnahmen versagt haben, besteht bei großflächigen schmerzhaften Knorpelschäden die Möglichkeit, künstliche Gelenke einzusetzen und Korrekturen von Fehlstellungen vorzunehmen. Grundsätzlich wird ein Gelenkersatz erst so spät wie möglich durchgeführt. Eine Altersgrenze gibt es jedoch nicht, die Entscheidung muss individuell nach Befund und Beschwerden gestellt werden.

Künstliche Kniegelenke

Auch ein künstlicher Kniegelenksersatz, eine Knie-Endoprothese, ersetzt die zerstörten Gelenkteile und ahmt die Form und Funktion eines normalen Gelenks nach. Ersetzt werden nur die Gelenkanteile, die von der Arthrose betroffen sind. Darum unterscheidet man auch prinzipiell 3 verschiedene Prothesentypen:

  • Teilgelenkersatz (einseitiger (= unikondylärer) Oberflächenersatz, sog. Schlittenprothese, isolierter Kniescheiben-Gleitlagerersatz oder die Kombination aus beiden).
  • Kompletter (bikondylärer) Oberflächenersatz, sog. Doppelschlitten oder Knie-TEP.
  • Achsgeführter Oberflächenersatz bei bestehender Schwäche der stabilisierenden Kniebandstrukturen.

Welcher Prothesentyp zum Einsatz kommt ist immer von mehreren Faktoren abhängig (u. a. Alter, Beinachsen, Stabilität, Aktivität).

Individuelle künstliche Kniegelenke

Durch Patienten-individuell angefertigte Kniegelenke wird erstmalig die Prothese an den individuellen Knochen angepasst und nicht wie bisher umgekehrt. Durch diese Gelenke kann die ursprüngliche Situation wieder bestmöglich hergestellt werden und zudem mehr Strukturen (Knochen, Bänder) erhalten bzw. nur das ersetzt werden, was auch tatsächlich durch die Arthrose zerstört ist. Sie stellen eine optimale Ergänzung zu den bisherigen Implantaten dar. Priv.-Doz. Dr. med. habil. Johannes Beckmann war einer der ersten in Deutschland, der diese Prothesen eingebaut hat. Er ist Ausbilder und die Sportklinik damit Hospitationsklinik für Ärzte und begleitet deutschlandweit Operateure, die dieses System beginnen.

Künstliches Hüftgelenk

Ein künstlicher Hüftgelenksersatz, eine Hüftendoprothese, ersetzt die zerstörten Gelelenkteile und ahmt die Form und Funktion eines normalen Gelenks nach. Verschiedene Optionen müssen hierbei mit dem Patienten besprochen werden, um die individuellen Einflussfaktoren (u. a. Alter, Beinachsen, Stabilität, Aktivität u. a.) möglichst optimal zu berücksichtigen:

  • Prothesentyp (Kurzschaft, Standardschaft, Langschaft)
  • Materialien, insbesondere sog. Gleitpaarung zw. Kopf und Pfanne (Keramik, Polyethylen, Metall)
  • Fixierung (zementfrei, zementiert) 
  • Zugangsweg zum Hüftgelenk (i.d.R. minimal-invasiv)

Verschiedene Wege führen zum Hüftgelenk, aber nur wenige schonen die Muskulatur und ermöglichen dem Patienten so eine schnellere Genesung mit sofortiger postoperativer Vollbelastung sowie schnellere Rückkehr zu Alltags- und Sportaktivitäten. Die Sportklinik ist hier Hospitationsklinik für Ärzte, die sich in solchen Zugängen optimieren und weiterentwickeln wollen.

Wechsel- und Revisions-Gelenkersatz

Auch alle Wechsel- und Revisionsoperationen (bei schmerzhaften oder gelockerten Prothesen) werden angeboten, die insbesondere entsprechende Expertise und Erfahrung benötigen, da auf bestehende Defektsituationen der Bänder und Knochen individuell eingegangen werden muss.

Kooperationspartner

Im Rahmen der Zertifizierung zum EndoProthetikZentrum bestehen mit folgenden Einrichtungen Kooperationsverträge:

Radiologie / Intensivmedizinische Versorgung / Gefäßchirurgie / Innere Medizin / Mikrobiologie

Klinikum Stuttgart
Kriegsbergstraße 60
70174 Stuttgart

Histologie

MVZ für Histologie, Zytologie und Molekulare Diagnostik Trier
Prof. Dr. med. V. Krenn
Max-Planck-Str.
554296 Trier

Pathologie

Berufsausübungsgemeinschaft für Pathologie
Dr. (CS) Jiri Outrata und PD Dr. med. Christoph Weiler
Rosenbergstr. 21
70176 Stuttgart

Nuklearmedizin

Radiologisch-Nuklearmedizinsche Praxis
Prof. Dr. med. Stefan Gratz und Dr. Joachim Wolf Kaiser
Seelbergstraße 11
70372 Stuttgart

Strahlentherapie

Radiologisch-Nuklearmedizinsche Praxis
Dr. Marco Schilling
Seelbergstraße 11
70372 Stuttgart

EPZmax

EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung
Karl-Olga Krankenhaus, Baumann-Klinik
Prof. Dr. med. Dominik Parsch
Hackstraße 61
70190 Stuttgart

Orthopädie-Technik

Sanitätshaus, Orthopädie-Technik Günter Gehrung GmbH
Steffen Gehrung
Friedrichstraße 11/1
73760 Ostfildern