Blick hinter die Kulissen der Sportklinik

(ab) – Die Möglichkeit, hinter die Kulissen eines Krankenhauses zu blicken, bietet sich nicht alle Tage. Beim Tag der offenen Tür am Samstag in der Sportklinik ließen sich deshalb hunderte Besucher diese Chance nicht entgehen.

„Mit einem derartigen Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, freut sich Stephanie Koch, Assistentin der Geschäftsleitung der Sportklinik, über das rege Interesse. Anziehungspunkt für viele Besucher war das neue, 4,6 Millionen teure Operationszentrum im Untergeschoss der Sportklinik, das Ende Januar eingeweiht wurde. Auch für Helga Gerlach, die jede Woche zur Physiotherapie in die Cannstatter Klinik kommt: „Ich wurde selbst schon in der Sportklinik am Knie operiert. Da interessiert es mich sehr, wie so ein Operationssaal von innen aussieht.“ Vom futuristischen Design und den hochmodernen Geräten ist sie beeindruckt: „Da sind die Patienten gut aufgehoben.“

Auch Can Kasadali hat das medizinische Interesse gepackt, als er sich im vergangenen Jahr wegen einer gerissenen Sehne an der Schulter operieren lassen musste. Bei ihm wurde damals ein minimal-invasiver Eingriff vorgenommen, das sogenannte Arthroskopieren. Beim Tag der offenen Tür interessiert er sich deshalb besonders für diese Methode und legt am Modell sogar selbst Hand an: Mit der linken Hand hält er die winzige Kamera, mit der rechten das Operationsgerät. Nur über einen Monitor kann er verfolgen, was er im Inneren des Modells tut. „Am Anfang ist es ganz schön schwierig, weil man bei jeder Bewegung spiegelverkehrt denken muss“ gesteht der Cannstatter. Umso mehr steigt seine Hochachtung für die Ärzte – „die tragen sehr viel Verantwortung“.

Technische Finessen lassen die siebenjährige Elena kalt. Sie zieht es zum Gipsraum: „Ich wollte schon immer einen Gips haben“, sagt sie strahlend, während ihr linker Arm unter einer Schicht von mit bunten Bärchen bedrucktem Gips verschwindet. Schon nach wenigen Minuten hält sie stolz ihren Gipsarm in der Hand, den sie zur Erinnerung mit nach Hause nehmen darf. Bevor es dorthin geht, hat allerdings ihre Mutter noch einen Wunsch: „Ich möchte unbedingt noch den neuen Operationssaal anschauen“.

Die siebenjährige Elena lässt sich beim Tag der offenen Tür in der Sportklinik testweise den linken Arm eingipsen. Foto: Baur

Cannstatter Zeitung, 30.03.2009