Über 300 Fans reisen nach Giessen

Über 300 Fans der EnBW Ludwigsburg werden sich am Samstag auf den Weg nach Giessen machen, um ihre Mannschaft beim Auswärtsspiel gegen die dort ansässigen LTi 46ers zu unterstützen. Die 46ers waren beim Hinspiel, das in der Ludwigsburger Rundsporthalle stattfinden sollte, auf der Autobahn im Stau stecken geblieben. Aufgrund dessen kam das Giessener Team nicht bis nach Ludwigsburg durch und das Spiel wurde abgesagt.

Domonic Jones und die EnBW können sich auf lautstarke Unterstützung freuen.

„Ich will das Spiel wieder mit 1:0 gewinnen – wir werden verteidigen, was das Zeug hält,“ so der Ludwigsburger Head Coach Rick Stafford schmunzelnd.

Die Giessener Offiziellen entschädigten die Ludwigsburger Dauerkartenbesitzern für die Panne beim Hinspiel und stellten Eintrittskarten und die Busfahrt für das Rückspiel. Das ausgefallene Hinspiel wurde nachträglich mit 2:0 Punkten und 1:0 Körben für die EnBW Ludwigsburg gewertet. „Ich will, dass das Ergebnis wieder genauso ist wie nach dem Hinspiel – nämlich 1:0,“ sagt der Ludwigsburger Head Coach Rick Stafford mit einem Augenzwinkern. Das heißt, dass sich die Giessener auf eine beinharte Defense einstellen müssen.

Die Gießen 46ers waren im September des letzten Jahres aufgrund einer finanziellen Schieflage fast gezwungen gewesen, den Spielbetrieb einzustellen. Allerdings konnte dies mit 400.000 €, die von Gläubigern geliehen wurden, verhindert werden. „Heiko Schaffartzik ist der Leader dieses Teams, er hält die meiste Zeit den Ball in seinen Händen,“ so Stafford über das stark abstiegsbedrohte Team, das im Januar Trainer Simon Cote entließ und den in der Bundesliga gut bekannten Vladimir Bogojevic als neuen Head Coach präsentierte. Verzichten müssen die Giessener am Wochenende auf Corey Rouse. Mit 6,4 Rebounds pro Spiel ist er in dieser Kategorie bester Giessener und mit 8,1 Punkten pro Spiel viertbester Punktesammler. Rouse war nach einem Rebound auf dem Fuß seines Gegenspielers gelandet und hatte sich dadurch den Knöchel verdreht.

„Diese Aktion sah schlimm aus,“ sagt Stafford und weiter „man kann ihm nur gute Besserung wünschen und hoffen, dass er bald wieder spielen kann“. Weiter ausfallen wird auch Maurice Jeffers, zweitbester Rebounder (4,6 RPG) und Spieler mit den zweitmeisten Punkten pro Partie (12,1 PPG). Diese beiden schwerwiegenden Ausfälle werden nicht von einzelnen Spielern kompensiert werden können, das ganze Team der 46ers wird dafür in die Bresche springen müssen. Dass sie das tun werden ist selbstverständlich, geht es doch um das sportliche und finanzielle Überleben der LTi Gießen 46ers. Besonders heiß auf dieses Spiel gegen seinen Ex-Club wird Heiko Schaffartzik sein, der bei den Ludwigsburger Fans aufgrund seiner Spielweise und seiner sympathischen Ausstrahlung immer noch hoch im Kurs steht.

Aufpassen müssen Woudstra und Co. besonders auf Michael Umeh. „Umeh hat in den letzten beiden Partien sehr gut gepunktet. Wir können uns darauf einstellen, dass er das auch dieses Mal wieder versuchen wird,“ so Stafford. Das große deutsche Talent Johannes Lischka wird am Samstag auch mit dabei sein. Der 21-jährige Flügelspieler markiert in knapp 17 Minuten Einsatzzeit gut 6 Punkte, spielt allerdings noch sehr schwankend. Zudem im Giessener Team sind der 66-malige Nationalspieler Robert Maras, sowie das Giessener Urgestein Florian Hartenstein. Hartenstein ist seit 2001 seinem Verein treu geblieben, was im heutigen, schnelllebigen Basketballgeschäft eine Einmaligkeit ist. Weiter im Team stehen der 82-malige Nationalspieler Gerrit Terdenge, der auf 6,3 Punkte und 3,1 Rebounds pro Spiel kommt, der deutsche U23-Nationalspieler Jannik Freese, der US-Boy Ricky Hickman und der Österreicher Richard Poiger, der im bisherigen Saisonverlauf noch kein Spiel bestritten hat.

Verletzte oder Kranke gibt es bei der EnBW Ludwigsburg zum Glück keine mehr. „Der Ärztestab und die Physiotherapeuten der Sportklinik Stuttgart haben den einzigsten Verletzten Brian Jones hervorragend betreut, sodass er die ganze Woche wieder komplett trainieren konnte,“ lobt Stafford. Zudem freut sich Stafford über die vielen Dauerkartenbesitzer, die das Giessener Angebot angenommen haben und das Team bei Ihrem Auswärtsspiel unterstützen wollen: „Die Unterstützung unserer Fans wird uns stärken!“

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