UEFA Regions´Cup 2010 - Betreuung durch Sportklinik Stuttgart auf Malta

Alle zwei Jahre wird es ernst für Europas Amateure. Dann nämlich schicken die 53 europäischen Mitgliedsverbände ihre «Nationalteams» zum UEFA Regions’ Cup, mit dabei ist auch die wfv-Auswahl.

Bereits zum achten Mal findet der UEFA Regions’ Cup im Jahr 2010 statt, Ausrichter ist der maltesische Fußballverband. Mit von der Partie bei Europas wichtigstem Wettbewerb für Amateurfußballer ist auch das Team des Württembergischen Fußballverbands, das im Vorjahr den DFB-Länderpokal gewinnen konnte. Allein die Teilnahme bedeutet für den wfv eine große Ehre. «Mit dieser Mannschaft nach Malta zu fahren und dort als Team Deutschland zu spielen, das ist großartig. Einige meiner Spieler haben 250 Oberligaspiele auf dem Buckel. Das ist für viele der Höhepunkt ihrer Amateurkarriere», freut sich wfv-Verbandssportlehrer Wolfgang Kopp. Einige Fußballfreunde auf der Ostalb werden sich noch daran erinnern. Im Jahr 2003 wurde der UEFA Regions’ Cup im Albstadion in Heidenheim ausgespielt. Damals gewann im Endspiel die Region Piemont-Aostatal als Vertreter Italiens gegen die französische «Ligue du Maine» mit 2:1. Um mit der wfv-Amateurauswahl sportlich konkurrenzfähig zu sein, hat Wolfgang Kopp umfangreiche Sichtungsmaßnahmen hinter sich. Fast 80 Spieler wurden eingeladen, 18 Spieler haben es schließlich in den Kader geschafft, der die Reise nach Malta angetreten hat. Trotz zahlreicher Länderpokalspiele und Auswahlmaßnahmen ist für Wolfgang Kopp und sein Team die Zusammenarbeit eine neue Erfahrung: «Wir haben gestandene Familienväter jenseits der 30 im Team. Man muss denen nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen und nicht mehr aufpassen, dass sie keine Flausen im Kopf haben. Ich denke, dass wir genau die richtige Mischung gefunden haben, um sportlich zu überzeugen.» Die Gegner Deutschlands sind indes nur schlecht einzuschätzen.

Zunächst geht es gegen die Amateur-Nationalmannschaft des Gastgeberlandes, bevor Spanien und die Auswahl Griechenlands auf das Team Deutschland warten. Generell qualifizieren sich die Teams auf nationaler Ebene über regionale Ausscheidungen – wie die wfv-Auswahl durch den Gewinn des U 21-Länderpokals 2009. Kleinere Verbände wie beispielsweise Malta entsenden dabei ein nationales Team. Und die Siegerliste des UEFA Regions’ Cup seit 1999 liest sich wie ein Urlaubskatalog: Venetien, Zentralmähren, Piemont-Aostatal, Baskenland, Niederschlesien und Kastilien/León heißen die bisherigen Titelträger. Zur Vollständigkeit fehlt dabei nur noch Württemberg. Für die medizinische Betreuung der wfv-Auswahl in Malta sorgt Simeon Geronikolakis von der Sportklinik Stuttgart. Der 30-jährige Sportmediziner war selbst aktiver Fußballer (SSC Stuttgart, GFV Ermis Stuttgart, Metanastis Stuttgart-Ost und SV Pfrondorf) und ist bereits seit 2008 als Referent für den wfv tätig, unter anderem im Rahmen der Seminare «Sportverletzungen» und «Kinderfußball». «Ich freue mich sehr auf die Malta-Reise mit der wfv-Auswahl und auf meine Aufgabe als Mannschaftsarzt. Wir haben in der Sportklinik Stuttgart zwar täglich mit der Behandlung von Profifußballern zu tun, aber eine Mannschaft verantwortlich bei einer Länderspielreise zu betreuen, das ist eine ganz andere Herausforderung», freut sich Simeon Geronikolakis. Traditionell pflegen der wfv und die Sportklinik Stuttgart eine enge Zusammenarbeit; so ist die Sportklinik auch Mitglied des wfv-Freundeskreises. | hb

| wfv-Regionalteil | im Spiel | 6/2010 | Seite 61

Weitere Informationen zum UEFA Regions’ Cup 2010 finden Sie unter uefa.com/competitions/regionscup und unter

www.wuerttfv.de/news