Sportbetreuung MHP Riesen Ludwigsburg

Medizinische Rundum-Betreuung der MHP Riesen



Die „Medical Checks“ sind in jeder Saison der Auftakt eines jeden Teamkalenders und daher ein untrügliches Zeichen, dass die Basketballzeit wieder anfängt. Bei diesen medizinsichen Eingangsuntersuchungen vertrauen die MHP RIESEN auf die Expertise von Fachärzten aus der Region. Doch nicht nur zum Auftakt, sondern auch während der Saison bauen die Ludwigsburger Basketballer auf die Teamärzte Dr. Mario Bucher von der Sportklinik Stuttgart, Dr. Thimm Furian von Ärzte am Werk und Dr. Wolfgang Stierlen von der Gemeinschaftspraxis Osterholz in Ludwigsburg.

Die Sportklinik Stuttgart unterstützt mit ihren Experten das Team der MHP RIESEN in allen sportorthopädischen Fragen. Für eine rasche Diagnostik und Behandlung – ob konservativ oder operativ – steht die Sportklinik dem Verein jederzeit zur Verfügung.

Chefarzt Prof. Dr. Bauer und der leitende Oberarzt Dr. Frieder Mauch greifen dabei auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im Spitzensport zurück. Dr. Mario Bucher wird die Mannschaft als Teamarzt eng durch die Saison begleiten.

Dr. Thimm Furian und das Praxisteam von Ärzte am Werk im Stuttgarter Airport Medical Center zählen wie in der Vergangenheit auch zum medizinischen Stab der MHP RIESEN. Ärzte am Werk liefern eine detaillierte Leistungsdiagnostik und gewährleisten eine umfassende internistisch-sportmedizinische Betreuung.

Dr. Wolfgang Stierlen und die Gemeinschaftspraxis Osterholz stehen dem Team der MHP RIESEN in allen allgemeinmedizinischen Fragen zur Seite. Die Betreuung der Spieler reicht von der einfachen Erkältung bis hin zu komplexen Krankheitsbildern.

 „Die Spieler sind während der Saison hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt“ – Teamarzt Dr. Mario Bucher im Interview:

Was genau umfasst ein “Medical Check”  und warum macht es Sinn diesen Check jedes Jahr zu wiederholen?

Dr. Mario Bucher: Der Medical Check gliedert sich in einen orthopädischen und eine internistischen Teil. Während im internistischen Teil vor allem Herz-Kreislauf-Funktion und die Blutwerte untersucht werden,  kümmern wir uns im orthopädischen Teil hauptsächlich um den muskuloskelettalen Bewegungsapparat. Hierzu gehört in erster Linie eine gründliche Anamnese bezüglich Vorerkrankungen und Voroperationen, um bereits bestehende Schäden und deren möglichen Folgen zu dokumentieren. Hinzu kommt eine klinische Untersuchung gegebenenfalls unterstützt durch die Sonografie, die Röntgen- und MRT-Diagnostik, um aktuelle Verletzungen oder gesundheitliche Risiken zu erkennen, die einen Einsatz während der Saison gefährden könnten. Da die Spieler während einer Saison einer hohen körperlichen Belastung ausgesetzt sind, macht es Sinn diese Untersuchungen vor jedem Saisonstart zu wiederholen, um das gesundheitliche Risiko abzuwägen.

 Wie lange nimmt der Check und die anschließende Auswertung zeitlich in Anspruch?

Dr. Bucher: Der orthopädische Teil nimmt, je nachdem wieviel Diagnostik notwendig ist, unterschiedlich viel Zeit in Anspruch, pro Spieler in der Regel etwa eine Stunde. Hinzu kommen noch die Auswertung der Befunde und das Erstellen des Berichtes, was nochmal etwa eine halbe Stunde in Anspruch nimmt.

Was umfasst die ärztliche Betreuung eines Profi-Sportteams während einer kompletten Saison?

Dr. Bucher: Neben der Behandlung von Verletzungen oder Erkrankungen auf und neben dem Court gehört zur Betreuung auch eine beratende Funktion bezüglich Trainingsablauf, Ernährung und Flüssigkeitshaushalt sowie der Prävention zur Vermeidung von Verletzungen und Erkrankungen.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit Trainerteam, Physiotherapeuten und Athletiktrainer konkret aus?

Dr. Bucher: Wie stehen immer in engem Kontakt und tauschen uns regelmäßig über den Gesundheitszustand der Spieler aus. Wenn sich ein Spieler verletzt durchläuft er zunächst mal die „Diagnostikmühle“ mit klinischer Untersuchung, Sonografie, Röntgen bzw. MRT je nach Art der Verletzung. Wenn das Problem erkannt ist, erfolgt zunächst die Kommunikation mit dem Coach über den weiteren Ablauf und die etwaige Ausfallzeit. Dann erfolgt die Behandlung durch die Physiotherapeuten und schließlich sorgt der Athletikcoach für den letzten Schliff, damit der Spieler wieder zurück auf den Court kommt.

Was sind basketballspezifische Verletzungen?

Dr. Bucher: Die Bewegungsmuster beim Basketball führen zu einer hohen Belastung für den Stütz- und Bewegungsapparat mit dem Risiko einer Verletzung oder Überlastung mit ähnlicher Häufigkeit wie beim Fußball oder Handball. Bis zu 70% der Verletzungen betreffen die untere Extremität. Statistisch am häufigsten sind Umknicktraumata im Sprunggelenk gefolgt von Knieverletzungen, dazu kommen Verletzung von Hand, Fingern und Gesicht. Die meisten Verletzungen passieren direkt unter dem Korb. Auch chronische Überlastungen verschiedener Sehnen an Knie, Ellbogen, Handgelenk oder Fuß sind keine Seltenheit.