UEFA Region's Cup 2014 - Slowakai

Die zweite Qualifikationsrunde des UEFA Region´s Cup, der Fußball-Amateur-Europameisterschaft, stand an und wie auch in den Jahren zuvor stellte der württembergische Fußballverband (wfv) wieder das deutsche Nationalteam, das seit 2010 durch Sportklinik-Arzt und wfv-Verbandsarzt Dr. med. Simeon Geronikolakis medizinisch betreut wird.

Mit einer durch Cheftrainer Michael Rentschler zusammengestellten Mannschaft und einem bereits eingespielten Funktionsteam begann die Reise in der Sportschule Ruit mit dem Ziel die anstehenden drei Spiele erfolgreich zu bestreiten und den Gruppensieg zu erlangen, der dann zur Teilnahme an der UEFA Region´s Cup Endrunde im Juni 2015 berechtigen würde. Eine Aufgabe, die sehr schwierig erschien, angesichts der mit England, Schottland und dem Gastgeber Slowakei relativ starken Gegner, der nur kurzen Vorbereitungszeit und einiger Ausfälle im Vorfeld.

Die ersten Zweikämpfe und Sprints waren schon im Frankfurter Flughafen notwendig, als die Delegation mit 30-minütiger Verspätung dort ankam und nur durch eine Kombination aus Glück und Zufall ihren Flieger noch erwischen konnte; auch wenn man da schon ein gutes Zweikampfverhalten (vor allem gegen eine japanische Reisegruppe) und eine exzellente Laufleistung an den Tag legte. Über Krakau erreichte man dann mit dem Bus den Austragungsort der Zwischenrunde, das am Fuße der Hohen Tatra gelegene slowakische Poprad.

Die Mannschaft lernte sich sehr schnell kennen, die ersten Trainingseinheiten wurden absolviert und schließlich ging es nach optimaler Spielvorbereitung zum ersten Gruppenspiel, in dem der Gastgeber Slowakei wartete. In einer sehr körperbetonten und umkämpften Partie konnte sich das deutsche Team letztendlich behaupten und durch ein überragend herausgespieltes Traumtor einen 2:1 Sieg erringen. Ebenfalls top eingestellt wurde dann zwei Tage später das englische Team empfangen, das im ersten Spiel Schottland 2:0 geschlagen hatte und als der vermeintliche Favorit in der Gruppe galt. Die deutschen Spieler ließen sich vom Auftreten der Engländer, die bestens ausgestattet und mit einem 12-köpfigen und damit doppelt so großen Funktionsteam anreisten, nicht beeindrucken und drückten ihnen ziemlich schnell ihr Spiel auf. Der weitere Verlauf erinnerte an das Halbfinale der WM 2014 zwischen Brasilien und Deutschland. Mit einer glänzenden Mannschaftsleistung und traumhaftem Fußball gelang ein, auch in dieser Höhe absolut verdienter, 7:0 Triumph. Die Freude erreichte etwas später das Maximum, als mitgeteilt wurde, dass in der anderen Partie die Slowakei 2:0 Schottland geschlagen hatte und der wfv-Auswahl somit den Gruppensieg und damit die Endrundenqualifikation keiner mehr nehmen konnte. Dennoch ging man wieder zwei Tage später voll fokussiert und mit der nötigen Ernsthaftigkeit das letzte Spiel gegen Schottland an, das man mit 1:0 gewann.

Dieser sensationelle Erfolg wurde am letzten Abend in Poprad gebührend gefeiert und am nächsten Tag trat die deutsche Delegation die Heimreise an. Einmal mehr war der UEFA Region´s Cup für alle Beteiligten ein tolles Erlebnis und eine wertvolle Erfahrung. Das ganze Team freut sich nun auf die Endrunde im Juni 2015!